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Herzwochen 2018 - Wenn das Herz aus dem Takt ist

Herzwochen

Patienten-Seminar rund um Vorhofflimmern, eine bedrohliche Volkskrankheit

Die diesjährigen Herzwochen der Deutschen Herzstiftung finden unter dem Motto Herz aus dem Takt: Vorhofflimmern, eine bedrohliche Volkskrankheit statt. Denn Vorhofflimmern ist eine ernstzunehmende Herzrhythmusstörung, die unbehandelt die Gefahr einer Herzschwäche und ein hohes Schlaganfall-Risiko birgt. Dazu veranstaltet das Gemeinschaftskrankenhaus Bonn, am Mittwoch, 07. November 2018, ein Patientenseminar rund um das Vorhofflimmern. Vortragende sind der Chefarzt der Kardiologie PD Dr. L. Pizzulli, und Dr. J. Kuhl, Kardiologe in der Kardiologischen Praxis KJL Bonn. Eine anschließende Diskussion ist gern gesehen. Es ist keine Voranmeldung notwendig.  Die kostenlose Veranstaltung findet von 18:00 – 20:00 Uhr im Haus St. Petrus in der Cafeteria (5. Etage) statt. 

In Deutschland sind etwa 1,8 Millionen Menschen von einem Vorhofflimmern betroffen und jedes Jahr kommende Tausende dazu. Mit steigendem Alter steigt die Häufigkeit dieser Herzrhythmusstörung und in der Altersgruppe über 85 Jahre ist rund jeder Zehnte von Vorhofflimmern betroffen. Dabei kommt es in den Herzvorhöfen zu sehr raschen, unkoordinierten elektrischen Impulsen. Das Herz kommt aus seinem Takt. Nicht immer treten die typische Anzeichen wie unregelmäßiger Puls, Herzstolpern, Atemnot oder Angstgefühl auf. Daher erfahren viele Patienten erst dann von ihrer Erkrankung, wenn ein Schlaganfall bereits aufgetreten ist. 

Aufgrund des unregelmäßigen Herzschlags können sich im Herz Blutgerinnsel bilden. Werden diese ausgeschwemmt und gelangen mit dem Blutstrom in den Kopf, verstopfen sie ein Hirngefäß. Blutverdünner können das Entstehen von Blutgerinnseln im Herzen verhindern. Insbesondere bei den älteren Patienten mit dem höchsten Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern erhält aber nicht jeder eine Therapie mit gerinnungshemmenden Medikamenten.

Die Herzwochen wurden von der Deutschen Herzstiftung ins Leben gerufen und sind die größte Aufklärungskampagne rund ums Thema Herz in Deutschland. Medizinische Experten klären Betroffene und Interessierte über verschiedene Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf.
Sie finden jährlich statt. Auch die Fachabteilung Kardiologie unter Chefarzt PD Dr. med. Pizzulli hat in den vergangenen Jahren daran teilgenommen.


Was ist Herzinsuffizienz?

PD Dr. med. L. Pizzulli:
Herzinsuffizienz liegt immer dann vor, wenn das Herz (meist durch eine Abnahme der Pumpleistung) den Körper nicht adäquat und den wechselnden Bedürfnissen entsprechend  ausreichend mit sauerstoffreichem Blut versorgen kann. Bei Herzinsuffizienz werden somit lebenswichtige Organe nicht durchblutet und es kann sich ein Rückstau von Flüssigkeit in Lunge, Leber, Niere und Extremitäten bilden.

Was sind die häufigsten Symptome?

PD Dr. med. L. Pizzulli:
Die häufigsten Symptome sind:
- Atemnot beim Treppensteigen/ alltäglichen Belastungen
- Wassereinlagerungen in Lunge, Beine, Fußrücken (sogenannte Ödeme)
- vermehrtes Wasserlassen in der Nacht
- verminderte Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkeit
- teilweise treten auch Herzrhythmusstörungen auf 

 
Welche Ursachen und Therapien gibt es?

PD Dr. med. L. Pizzulli:
Die Ursachen, die zu einer Herzinsuffizienz führen, sind sehr vielfältig. In erster Linie sind dies Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Bluthochdruck, Herzklappenerkrankungen und Herzrhythmusstörungen.  Nach Diagnostik der Hauptursache kann für jeden Patienten ein individuelles Therapiekonzept aus Medikamenten und spezieller interventioneller Therapie  festgelegt werden. Hier hat sich in den letzten Jahren Entscheidendes getan und Lebensqualität und Prognose sind enorm verbessert worden.

 
 
 
 
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